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Ein Beachvolleyballplatz (25x15 Meter) bräuchte laut BImSchV einen Umgriff von über 2,2 Hektar!
21.05.07

Sport & Freizeit

Jugendlärm ist strafbar!

Lärmverordnung bedroht Bolzplätze und verhindert Beachvolleyballplatz in Landsberg. Vorgeschriebene Abstandsflächen kaum einhaltbar.

Die Grüne Jugend Landsberg fordert den Bayerischen Gesetzgeber auf, Jugendspielplätze und Kinderspielplätze gesetzlich gleich zu stellen.
Hierzu erklärt der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Ludwig Hartmann und der Vorsitzende der Grünen Jugend Landsberg, Henrik Lüßmann:


„Das derzeitige Bundesimmissionsschutzgesetz (18. BImSchV) wertet Einrichtungen des Jugendspiels, wie Bolz- und Streetballplätze, Skaterbahnen, Tischtennisplätze und sogar Abenteuerspielplätze, wie Leistungssportanlagen. Diese sind jedoch in der Regel wesentlich größer und publikumsintensiver und erfordern zwingend Abstandsflächen zwischen 90 und 140 Metern zu umliegenden Wohngebieten.

Vor allem in größeren Städten und Ballungsgebieten ist es nur äußerst selten möglich, diese Abstände bei Jugendspielplätzen einzuhalten. Allein in München gelten derzeit etwa 60 Prozent der bestehenden Flächen für Jugendspielplätze aufgrund der zu geringen Abstandsflächen als nicht genehmigungsfähig und könnten somit durch Anwohner weggeklagt werden. Ursache hierfür ist häufig die nachträgliche Verdichtung der Wohngebiete um eine bereits bestehende Anlage herum. Kinderspielplätze hingegen werden großzügiger beurteilt, insbesondere nachdem einige Gerichte entschieden haben, dass Kinderlärm in einem sozialen Wohnumfeld hinzunehmen ist.

Auch in Landsberg sind die vorgeschriebenen Abstandsflächen nicht einzuhalten. Der jahrzehntealte Bolzplatz, unterhalb der Weißdornstraße, wurde bereits durch die Stadt Landsberg geschlossen. Die Wiederherstellung des innerstädtischen Beachvolleyballplatzes ist mit den vorgeschriebenen Abstandsflächen nicht umsetzbar.

Übergewicht und Bewegungsarmut: Möglichkeiten der Prävention werden beschnitten

Bewegungsarmut, Übergewicht und ähnliche gesundheitliche Beschwerden unter Jugendlichen nehmen zu. Umso dringender wird die Notwendigkeit, ihnen angemessene Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Gerade vor diesem Hintergrund ist es aus Sicht der Grünen Jugend Landsberg nicht länger zu rechtfertigen, dass Jugendliche unzumutbar weite Entfernungen von ihrem Wohnort zurücklegen müssen, um ihre Freizeit im Freien zu gestalten oder sich sportlich zu betätigen, was ja nach allgemeiner Ansicht ausdrücklich wünschenswert ist.

Lärmverordnung Zuständigkeit der Länder

Als Folge der Föderalismusreform ist die Zuständigkeit für den Lärmschutz in die Kompetenz der Länder übertragen worden. Damit hat es der bayerische Gesetzgeber nun in der Hand, Regelungen zu schaffen, die auch Jugendlichen in Ballungsräumen und größeren Städten Freiräume für eine sportliche und spielerische Entwicklung ermöglichen. Denn neben dem reinen Freizeitvergnügen erwerben sie auf diesem Weg wichtige motorische und soziale Fähigkeiten.“

Wir fordern deshalb den Bayerischen Gesetzgeber auf, die bestehenden gesetzlichen Regelungen zu ändern und Jugendspielplätze nach der bau- und immissionsschutzrechtlichen Beurteilung Kinderspielplätzen gleichzustellen.
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